Gefährdungsbeurteilung
Gefährdungsbeurteilung: Überblick und Wegweiser
Zu jedem Einsatz mit Seilzugang führen Sie in HEROS eine Gefährdungsbeurteilung (GBU). Diese Seite zeigt, wo Sie sie öffnen, wie der Ablauf aussieht und wer freigeben darf.
Teil des Handbuchs zu HEROS — Workforce Safety ERP, dem ERP für Industriekletterer, SZP, Windservice und Schulungszentren. Mehr dazu: Sicherheits- und Höhenmanagement
HEROS erstellt die Gefährdungsbeurteilung (GBU) für seilunterstützte Höhenarbeit je Projekt: aus einem Katalog mit vier Säulen (Basis, Ort, Tätigkeit, Rettung), mit Substitutionsprüfung, Rettungskonzept und Risikomatrix. Die KI liefert nur einen Entwurf mit belegten Rechtszitaten; verbindlich wird die GBU erst mit der Freigabe durch eine befugte, fachkundige Person.
Was HEROS bei der GBU übernimmt
Die Gefährdungsbeurteilung (GBU) gehört in HEROS zum Vorgang: Jeder Vorgang hat seine eigene GBU, auf Wunsch in mehreren Versionen. HEROS unterstützt Sie dabei mit
- einem Katalog in vier Säulen – Basis, Ort, Tätigkeit und Rettung – mit vorbewerteten Gefährdungen und Maßnahmen,
- einer Risikomatrix, die aus Wahrscheinlichkeit und Schwere das Risiko und das Restrisiko berechnet,
- einem KI-Entwurf aus Ihrer Einsatzbeschreibung, wenn Sie ihn anfordern,
- Pflichtprüfungen vor der Freigabe, etwa für Substitutionsprüfung und Rettungskonzept,
- und einem gesiegelten PDF der freigegebenen Version direkt im Vorgang.
Die Verantwortung bleibt beim Menschen
HEROS hilft beim Erstellen und Dokumentieren. Die Gefährdungsbeurteilung selbst bleibt Pflicht des Arbeitgebers. Verbindlich wird sie erst, wenn eine fachkundige, beauftragte Person sie freigibt. Katalog und KI liefern nur Vorschläge. HEROS prüft, ob Pflichtangaben vorhanden sind – nicht, ob sie fachlich zum Einsatz passen.
Was mache ich wo?
| Was | Wo |
|---|---|
| GBU anlegen oder öffnen | Im Vorgang: Gruppe Arbeitssicherheit – oder in der Einsatzplanung über den GBU-Knopf. Mehr dazu |
| Einsatz beschreiben, Zugang, Deckblatt | Reiter Einsatz – Einsatz beschreiben |
| Ort, Tätigkeit und Rettung wählen | Reiter Einsatz, Bereich Gefährdungsbereiche – Der Katalog |
| Substitutionsprüfung | Reiter Einsatz – Substitutionsprüfung |
| Gefährdungen bewerten, Maßnahmen festlegen | Reiter Gefährdungen – Gefährdungen bewerten |
| Entwurf von der KI | Knopf Entwurf erstellen – KI-Entwurf und KI-Prüfung |
| Freigeben | Knopf Freigeben – Freigabe, Versionen, Druck |
| Freigegebene GBU ändern | Knopf Neue Version – Neue Version |
| Knopf GBU drucken – GBU drucken |
So öffnen Sie die GBU
Im Vorgang
Im Menüband des Vorgangs finden Sie die Gruppe Arbeitssicherheit mit einem Knopf, dessen Beschriftung den Stand zeigt:
- Neue GBU – für den Vorgang gibt es noch keine GBU.
- GBU bearbeiten – es gibt einen Entwurf.
- GBU (freigegeben) – mindestens eine Version ist freigegeben.
Die Gruppe erscheint bei Vorgängen mit Projektleistungen und bei Vorgängen, die schon eine GBU haben. Reine Artikel- und Schulungsverkäufe bekommen keine GBU. Bei einem neuen, noch nicht gespeicherten Vorgang fehlt die Gruppe.
Aus der Einsatzplanung
- Im Kalender doppelt auf einen Projekttermin klicken. Es öffnet sich das Fenster „… - Einsatzplanung“.
- In der Gruppe Vorgang auf den Knopf mit dem blauen GBU-Symbol klicken.
Ist der Termin keinem Vorgang zugeordnet, ist der Knopf grau: Die GBU gehört immer zu einem Vorgang. Ist die GBU des Vorgangs schon geöffnet, holt HEROS dieses Fenster nach vorn, statt ein zweites zu öffnen.
Das GBU-Fenster
Oben im Fenster stehen diese Knöpfe:
Der KI-Knopf heißt später Prüfen & ergänzen.
Darunter arbeiten Sie in zwei Reitern:
- Einsatz – Ihre Eingaben: Einsatzbeschreibung, Zugang, Gefährdungsbereiche, Substitutionsprüfung, Deckblatt und Projektbilder.
- 2 Gefährdungen (…) · Rettung (…) – das Ergebnis: die Gefährdungen und die Rettungskonzepte mit ihrer Bewertung. Die Zahlen in Klammern zählen die Zeilen; ein ⚠ zeigt offene Hinweise.
Ganz unten zeigt HEROS links Hinweise in Orange und rechts den Stand in Grau, etwa „Entwurf.“, „KI-Entwurf — vor Freigabe prüfen.“ oder „Freigegeben. Änderungen nur über eine neue Version.“
Der Ablauf in sechs Schritten
- Einsatz beschreiben: Einsatzbeschreibung und Zugang in eigenen Worten eintragen, Deckblatt prüfen. Anleitung
- Entwurf holen: entweder Entwurf erstellen durch die KI oder Ort, Tätigkeit und Rettung aus dem Katalog wählen. KI · Katalog
- Substitutionsprüfung: geprüfte Alternativen wählen und begründen, warum der Seilzugang gewählt wird. Anleitung
- Bewerten: jede Zeile prüfen, unpassende löschen, fehlende ergänzen, Risiko, Restrisiko, Wer und Einweisung festlegen. Anleitung
- Speichern und bei Bedarf die KI prüfen lassen: Prüfen & ergänzen.
- Freigeben durch eine fachkundige Person. HEROS legt das gesiegelte PDF im Vorgang ab. Anleitung
Stand in den Vorgangslisten
In der Vorgangsliste im Dashboard zeigt ein kleines Dreieck, ob es zum Vorgang eine GBU gibt: grau für einen Entwurf, grün für eine freigegebene GBU.
Lizenz und Rechte
Die GBU ist ein eigenes Lizenzmodul. Ist es für Ihren Betrieb nicht freigeschaltet, fehlen alle GBU-Knöpfe.
| Was | Wer darf das? |
|---|---|
| GBU anlegen und Entwürfe bearbeiten | Jeder Benutzer, der den Vorgang öffnen darf. Ein eigenes Recht dafür gibt es nicht. |
| GBU freigeben | Nur Benutzer mit dem Recht Freigeben. Es steht im Programmmenü (Knopf ganz links im Menüband) unter Benutzer in der Gruppe ARBEITSSICHERHEIT (GBU). |
Hinweis
Vergeben Sie das Recht Freigeben nur an Personen, die Ihr Betrieb als fachkundig für die Gefährdungsbeurteilung beauftragt hat. HEROS kann die Fachkunde nicht prüfen – das Recht allein ersetzt diese Beauftragung nicht.