Gefährdungsbeurteilung
Freigabe, Versionen, Druck
Mit der Freigabe wird die GBU verbindlich: HEROS friert die Version ein und legt sie als gesiegeltes PDF im Vorgang ab. Änderungen gibt es danach nur als neue Version.
Teil des Handbuchs zu HEROS — Workforce Safety ERP, dem ERP für Industriekletterer, SZP, Windservice und Schulungszentren. Mehr dazu: Sicherheits- und Höhenmanagement
Wer darf freigeben?
Freigeben darf nur, wer das Recht Freigeben hat (Gruppe ARBEITSSICHERHEIT (GBU) in der Benutzerverwaltung). Ohne dieses Recht ist der Knopf Freigeben nicht anklickbar. Entwürfe bearbeiten und speichern können alle, die den Vorgang öffnen dürfen.
Mit der Freigabe bestätigen Sie als fachkundige, beauftragte Person, dass die Gefährdungsbeurteilung vollständig ist und die Arbeiten mit den festgelegten Maßnahmen sicher durchgeführt werden können. HEROS speichert, wer wann freigegeben hat.
Was HEROS vor der Freigabe prüft
Fehlt etwas, bricht HEROS ab und sagt, was fehlt und wo:
- Mindestens eine Gefährdung ist eingetragen.
- Das Feld Zugang im Reiter Einsatz ist ausgefüllt.
- Die Substitutionsprüfung hat mindestens eine geprüfte Alternative und eine Begründung.
- Jede Zeile hat Risiko (W, S) und Restrisiko (RW, RS).
- Im Feld Rettung ist ein Rettungskonzept gewählt und im Reiter Gefährdungen steht mindestens eine Rettungszeile.
- Verlangen die gewählten Katalogbereiche Zusatzmaßnahmen, ist das Feld Zusatzmaßn. ausgefüllt.
Leere Felder Wer und Einweisung füllt HEROS bei der Freigabe mit „Alle“ und „Sicherheitsbesprechung“ – prüfen Sie sie vorher.
Was Sie selbst prüfen
Diese Punkte prüft HEROS nicht. Sie liegen bei der freigebenden Person:
Vor der Freigabe
- Passt jede Zeile zu diesem Einsatz? Unzutreffende Katalog- und KI-Zeilen gelöscht?
- Fehlt eine Gefährdung, die nur dieses Objekt hat?
- Sind Bewertungen und Restrisiken nachvollziehbar?
- Stehen bei Wer und Einweisung die tatsächlich Verantwortlichen statt der Standardwerte?
- Ist die Rettung für dieses Objekt beschrieben – Szenario, Gerät, Richtung, Übergabe?
- Liegt ein Restrisiko über 4 und sind die Zusatzmaßnahmen eingetragen?
- Deckblatt: Zeitraum gesetzt, Aufsicht namentlich benannt, Notruf richtig?
- Zugang und Substitutionsbegründung beschreiben das konkrete Objekt?
Freigeben Schritt für Schritt
- In der Gruppe Speichern auf Freigeben klicken.
- HEROS prüft die Pflichtangaben. Meldet es etwas, ergänzen Sie es und klicken erneut.
- Die Rückfrage lesen. Sie nennt die Version, die eingefroren wird, und bei einer GBU mit KI-Anteil den Hinweis, dass die KI-Vorschläge die fachkundige Prüfung nicht ersetzen.
- „Jetzt freigeben?“ mit Ja bestätigen.
Nach der Freigabe
- Die Version ist schreibgeschützt. Unten steht „Freigegeben. PDF … liegt gesiegelt im Vorgang.“, beim nächsten Öffnen „Freigegeben. Änderungen nur über eine neue Version.“
- HEROS legt das PDF GBU_<Vorgangsnummer>_v<Version>_freigegeben.pdf in den Dokumenten des Vorgangs im Ordner „GBU“ ab.
- Das PDF ist gesiegelt: HEROS speichert eine Prüfsumme und sperrt die Datei gegen Ändern und Löschen, für zehn Jahre. So bleibt belegbar, welche Fassung wann galt.
- Im Vorgang heißt der Knopf jetzt GBU (freigegeben); in der Vorgangsliste wird das Dreieck grün.
Wenn das PDF nicht abgelegt werden kann
Die Freigabe bleibt trotzdem bestehen. HEROS nennt den Grund in der orangen Zeile unten. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihre Verwaltung.
Änderungen nur über eine neue Version
Eine freigegebene Version lässt sich nicht mehr ändern. Ändert sich am Einsatz etwas, legen Sie eine neue Version an:
- In der Gruppe Speichern auf Neue Version klicken. Der Knopf ist nur bei einer freigegebenen GBU aktiv.
- HEROS übernimmt alle Zeilen und Bilder in die neue Version mit der nächsten Nummer, Stand Entwurf. Unten steht „Neue Version … (Entwurf).“
- Ändern, speichern und erneut freigeben.
Die frühere Version und ihr gesiegeltes PDF bleiben unverändert erhalten. Wollen Sie bei einer freigegebenen GBU ein Bild hochladen, bietet HEROS das Anlegen der neuen Version direkt an. Statt Markieren steht dort Ansehen: Es zeigt das Bild nur an.
GBU drucken
Mit DruckGBU drucken öffnen Sie jederzeit die Druckvorschau – auch für einen Entwurf. Der Kopf zeigt Vorgang, Version und Stand („Entwurf“ oder „freigegeben“). Der Ausdruck enthält:
- Deckblatt mit Projekt, geplantem Zeitraum, Ersteller, Kurzbeschreibung, Kontaktdaten, Aufsicht, Rettungsplan und Notruf,
- Zugang / Hinweise und die Substitutionsprüfung,
- die Tabellen „Gefährdungen und Maßnahmen“ und „Rettung / Evakuierung“ mit Risiko, Rest, Maßnahmen, Wer leitet ein und Einweisung,
- die Zusatzmaßnahmen vor Ort, falls eingetragen,
- die Risikomatrix als Farb-Legende und die Projektbilder mit Abbildungsnummer und Legende.
Jede Seite trägt unten Vorgangsnummer, Version und Seitenzahl. Für die Akte und die Baustelle verwenden Sie das gesiegelte PDF der freigegebenen Version.
Bestätigungen
Der Knopf NachweisBestätigungen zeigt, wer die geöffnete Version elektronisch bestätigt hat. Die Unterweisung der Mitarbeitenden über die App ist in Vorbereitung; bis dahin bleibt die Liste leer. Eine Lesebestätigung allein ersetzt keine Unterweisung vor Ort.